Weihnachtsrumpelkammer I
 
 

Weihnachtsrumpelkammer

Von Karin Nieznanski-Hiess

Wingsbach 2001

Figuren:
Frederick, Florian, 7 Kinder, Maria, Joseph, Engel, 3 Hirten (Benjamin, Ephraim, Simeon), Verkündigungsengel, Melchior, Caspar und Balthasar
Die Weihnachtsmäuse Frederik & Florian erscheinen vor dem Vorhang .Sie schnuppern so ein bisschen herum.

Frederik:
"Du Florian, ist es Dir hier oben auch so schrecklich lang--weilig?

Florian:
"Ja, besonders jetzt in der Weihnachtszeit kommt selten einer auf den Dachboden."

Frederik:
"Wenn mir so langweilig ist mach` ich mir immer viele Gedanken und da gibt es etwas, was mich schon immer interessiert hat."

Florian:
"Mensch, Frederik, mach es nicht so spannend."

Frederik:
"Hast Du schon mal was vom Wunder der Christnacht gehört?"

Florian:
"Nein Frederik, aber Du bist wirklich die gläubigste Maus die ich kenne, ich bin Dein bester Freund und wir werden es zusammen heraus finden, das verspreche ich Dir.

Frederik:
"Ich denke wir sollten dort in der hintersten Ecke des Bodens anfangen zu suchen, denn das sieht verdächtig nach Krippe und Stall von Bethlehem aus."

(Die Kinder spielen vor der Bühne mit Skatern ,Rad, Rollbrett ,Roller.)

Kind 1:
"Habt ihr schon gemerkt, es fängt an zu schneien(regnen) ."(Je nach Wetter am H.Abend)

Kind 2:
"Ich dachte echt wir könnten noch draußen bleiben."

Kind 3:
"Kannst Du ja machen, mir ist es einfach zu nass und zu kalt."

Kind 7:
"Ja und was machen wir jetzt?"

Kind 6:
" Nach Hause kann ich nicht, meine Mutter rastet aus, wenn ich jetzt schon auf der Matte stehe!"

Kind 4:
"Moment mal ich wüsste da was:"

Kind 5:
"Du, mach `s net so spannend erzähl` schon."

Kind 4:
"Wir gehen alle zu Oma Ilschen , die freut sich bestimmt."

Kind 5:
"Oh, Mann Du musch wohl heit noch e guede Tat vollbringe, sonst gibt's nix auf Weihnachte."

Kind 4:
"Hättest Du mich ausreden lassen, dann brauchtest Du jetzt nicht schon wieder meckern. Also , wir gehen auf Oma Ilses Dachboden, da gibt es immer etwas Interessantes zu entdecken."

Kind 1:
"He, klasse, ne echte Alternative zum Draußen spielen."

Kind 5:
"Ihr hent wirklich komische Ideee an Weihnachte uff der Bene rumsteige!"

Kind 2:
"Du immer mit Deinem komischen Dialekt, des versteht hier sowieso keiner."

Kind 6:
"Sie kommt doch aus Baden-Würtemberg und da sprechen, die anderstter Platt wie in Wingsbach des is doch klar?"

Alle:
Sonnenklar!

Kind 3:
"Also ich für meinen Teil geh `nur mit wenn wir da nicht saubermachen müssen."

Kind 7:
" Ich auch, ich weiß noch genau, wie die Ilseoma uns ruckzuck zum Fenster putzen angestellt hat."

Kind 1:
" Keine Sorge heute ist die alte Dame bestimmt mit Plätzchen backen beschäftigt."

Die Kinder legen alle Räder und Skater ab, sie steigen auf den Dachboden und summen dabei ein Lied.

LIED: "Es ist für uns eine Zeit angekommen"

Da kommen die beiden Mäuse noch mal durch den Vorhang. Zuerst der Florian.

Florian :
"F..rrrrreeeeederik!"

Frederik:
"Was schreist Du denn so?"

Florian:
"Ich sehe gerade wie unsere Langeweile die Flatter macht."

Frederik:
"Flori, bitte noch mal zum Mitschreiben."

Florian:
"Hier wird nichts mehr geschrieben, wir müssen schnellstens verschwinden, eine Horde trampelnder Kinder wird gleich den Dachboden unsicher machen.(Zu den Zuschauern sprechend)" Wir sehen uns später noch versprochen."

(Die Kinder erreichen den Dachboden der Vorhang geht auf und Licht an LINKS)

Kind 1:
"Wau,(schaut sich staunend um) echt klasse. Hey, wir werden erst mal ne Klamottenshow machen.
(Setzt sich einen Hut auf und begutachtet sich im Spiegel)

Kind 3:
"Äh,ja und ich hätte gern mal so nen Pelzheimer anprobiert."

Kind 2:
"Stimmt, du bist so ein richtiger Frostköttel."

Kind 4:
"Frierhotzel hießt das bei uns."

Kind 6:
"Wie steht mir der Fummel?"

Kind 7:
"Viel zu elegant für dich. Hier das ist eher was für dich (Kichert und reicht ihr eine Kittelschürze)

Kind 5:
"Un, was soll i aziege?"(Alle schütteln den Kopf)

Kind 2:
"Sei mir nicht böse, aber du solltest erst mal vernünftig reden lernen und dann finden wir für Dich auch was zum A-Ziege.

Kind 5:
"Alte B-Ziege!"

Kind 4:
"Menschenskinder müsst ihr heute unbedingt streiten?"

Kind 5:
(Wandert auf der Bühne ziellos herum und entdeckt den Stall)"Alle mol do her!"(LICHT AUF STALL)

Kind 1:
"Oh, wau, was geht denn hier ab?"

Kind 2:
"Ich fass` es nicht das ist ja eine echte ........"

Kind 3:
"Du sagst es eine Weihnachtskrippe."

Kind 4:
"Nix,da ich kenn` mich hier aus des is der Stall von Bethlehem!"

Kind 5:
"Jo, klar und ich bin der Kaiser Augustus mit Schwert und Lorbeerkranz und treib die Steuern ei."

Kind 6:
"Wenn du kein dummes Zeug daher reden kannst geht es dir nicht gut."

Kind 7:
"Ich würde mir die verpackten Figuren gerne mal aus der Nähe betrachten."

Kind 2:
"Können wir die auch auspacken?"

Kind 4:
"Auspacken schon und auch anschauen , aber spielen damit wird wohl nix , sie sind aus Holz (Klopft auf eine Figur ) und sehr schwer."

Kind 5:
"Also, was hier so toll sei soll, des möchte i wisse? Des Theater sehŽ mer doch jedes Johr im Krippespiel."

Kind 3:
"Eins weiß ich, du hast von Weihnachten nicht den geringsten Schimmer. Denkst nur an die Geschenke und die Weihnachtsgans.

Kind 1:
" Mädels bleibt mal ganz locker heute ist doch Heiligabend."

Kind 2( zu Kind 5):
"Und darum machen wir jetzt Anschauungsunterricht."(Es wickelt die Figur der Maria aus alle anderen tun das selbe und so sind alle Figuren ausgepackt)

Kind 7:
"Sieh` der Maria ins Gesicht, sie lächelt, sie hat gerade ein Kind bekommen, sie ist glücklich."

Kind 4:
(Geht zur Figur hebt etwas den Arm und spricht zu der Josef Figur )"Ach, Josef bin ich froh, dass wir den alten Stall gefunden haben, wenigstens ein Dach über dem Kopf."

(Der andere Arm von Maria bewegt sich von selbst das Kind springt zu rück, alle stehen dicht zusammen und beobachten was da vor ihren Augen geschieht. Maria nimmt das Kind in den Arm)

Maria:
" Schau, Josef wie es lächelt unser Kind. Ein Kind ist uns geboren. Ein Sohn ist uns begeben. Jesus soll er heißen, so wie der Engel es sagte."

LIED: Still, still, still (Kind 5 singt ganz andächtig)

Kind 3 zu 5:
"Es geschehen wundersame Dinge auf diesem Dachboden, du kannst singen?!"

Kind 2:
"Sie hat für das Jesuskind gesungen."

Kind 5(geht zu Maria)
"Sag emol is des nit zu kalt für so e kleins Butzerle, des is morge bestimmt krank.

Maria:
"Dieses kleine Butzerle ist Gottes Sohn und er wird schon dafür sorgen, dass es warm wird sogar in einem Stall."

Kind 7:
" Ihr habt wirklich ein großes Gottvertrauen, ich wäre sicher sehr besorgt mit so einem kleinen Baby."

Josef:
" Ich konnte auch nicht gleich ein so tiefes Vertrauen haben wie meine Frau, aber wir stehen wirklich unter besonderem Schutz , schaut der Stern wanderte die ganze Zeit voran und leuchtet jetzt über dem Stall."

Maria:
" Dort kommen die Engel, wenn sie alle im Stall sind wird es mollig warm.

Kind 5:
"Des is wohl dann die H.H. die himmlische Heizung."

(alle Kinder schauen böse zu Kind 5)

Kind 5:
"Ok,i bin jo scho still ."

(Die Engel kommen ganz leise auf die Bühne - TANZ DER ENGEL)

(Engel nach dem Tanz Halbkreis um Maria und Josef bilden )

Engel Sprechen zusammen:
"EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE UND FRIEDEN AUF ERDEN BEI DEN MENSCHEN "

(Die Hirten reden aufgeregt miteinander als sie nach vorne zum Stall gehen)

Ephraim:
" Ich muss immer noch an das helle Licht draußen bei den Schafen denken."

Benjamin:
" Ich hör den Engel noch sagen:.......(Verkündigungsengel tritt auf)

Verkündigungsengel:
" Fürchtet Euch nicht! Siehe ich verkündige Euch eine große Freude, die allem Volk wiederfahren wird ; denn Euch ist heute der Heiland geboren."

LIED DER ENGEL "Vom Himmel hoch oh Englein kommt"

Kind 2 zu den Hirten:
" Ja und obwohl ihr Angst hattet und auch sicher kein ordentliches Geschenk für das Jesuskind seid ihr einfach losmarschiert?"

Simeon:
" Der Engel hatte uns doch gesagt heute sei ein König , der Retter der ganzen Welt geboren. Wer könnte wohl besser den Retter gebrauchen als wir Hirten."

Benjamin:
" Ich glaube Maria war ganz schön erschrocken als wir in den Stall kamen."
vEphraim:
" Hab` ich nix von gemerkt."(Die beiden anderen winken ab)

Simeon:
" Lasst uns nun unsere bescheidenen Geschenke zum Kind bringen. Es ist nicht viel, aber es kommt von Herzen.

Benjamin:
" Schau ein Fell, da kannst du dein Kind drauf legen da ist es ihm schön warm."

Simeon:
" Hier ist meine Wolldecke groß genug für dich und das Kind."

Ephraim:
" Ich bringe dir Brot und etwas selbst gemachten Käse. Er schmeckt gut unser Käse.

Maria:
" Vielen Dank ihr Hirten setzt euch eine Weile zu mir ins Stroh um euch aufzuwärmen bevor ihr zu euren Schafen geht.(Hirten setzen sich und fangen an zu singen)

LIED DER HIRTEN "Kommet ihr Hirten "

Kind 3:
"Der eine Hirte sagte vorhin du hattest Angst als diese Männer, die damals als Diebe und Betrüger galten das Jesuskind besuchen wollten?"

Maria:
" Ja, im ersten Moment schon, aber als sie von dem Engel erzählten wusste ich gleich, dass nur Gott sie geschickt haben konnte. Denn erinnert euch auch mir hatte Gott einen Engel geschickt, der mir verkündete das ich einen Sohn haben würde."

(Die Hirten sitzen noch bei der Krippe, während unten vor der Bühne sich zwei edle Herren unterhalten. Sie haben sich gerade getroffen.)

Caspar:
" Und ich habe dich richtig verstanden du kommst von Afrika, weil du einen hellen Stern gesehen hast und du glaubst da wo dieser Stern leuchtet ist ein König geboren?"

Melchior:
" Genau so ist es. Einen solchen Stern gibt es nur ganz selten und es muss der selbe Stern sein, den du in Asien gesehen hast."

Caspar:
" Ich habe viele alte Bücher gelesen und alle sagen das gleiche. Hier muss etwas wunderbares passiert sein und so habe ich mich auf den Weg gemacht.

Melchior:
" Schau dort kommt noch einer. Der scheint auch unser Ziel zu haben. Er hat sogar sein Fernrohr am Auge und schaut nach oben. He, Sterngucker sieh mal hierher!"

Balthasar:
" Entschuldigt, aber das ist zu merkwürdig."

Caspar:
" Was ist merkwürdig?"

Balthasar:
" Na dieser Stern. Ich komme aus dem vorderen Orient und folge ihm schon seit Wochen. Er scheint nicht still zu stehen sondern vor mir herzuziehen."

Melchior:
" Genau so ging es uns auch, lasst uns zu dritt weiterziehen."

LIED DER KÖNIGE "Es ist ein Ros entsprungen"

(Sie erreichen den Dachboden von Oma Ilse)

Caspar:
" Das war ja eine Pleite im Palast. Kein Königskind wurde geboren."

Balthasar:
" Zum Glück ließ uns Herodes mit seinen Gelehrten sprechen und so fanden wir den Weg."

Melchior:
" Seht nur! - Da leuchtet ja unser Stern. Über einem Stall?"

Caspar:
" Und es scheint, wir sind nicht die ersten die gratulieren kommen."

Balthasar:
" Einfache Leute sind vor uns da, die nicht studiert haben und die Sterne beobachten.

Melchior:
" Lasst uns hineingehen und dieses Kind anbeten, das so unterschiedliche Menschen zu sich einlädt."

Kind 5:
" Sagt ihr Könige aus fernen Landen, ist das dass Geheimnis der Heiligen Nacht, dass durch das Jesuskind Frieden zu allen Menschen kommt, ob sie arm oder reich, schwarz, weiß oder gelb sind. Kinder oder Erwachsene?"

Balthasar:
" Du sagst es: Nur in ihm (deutet auf die Krippe) kann wirklich Friede werden zwischen allen Menschen und zwischen Gott und uns.

LIED" Stern über Bethlehem zeig uns den Weg"

( Die Spieler verbeugen sich, der Vorhang geht zu auf der Bühne herrscht Ruhe Frederik & Florian kommen noch einmal vor den Vorhang.)

Florian:
" Hab` ich nicht gesagt wir sehn` uns noch. Kinder` s das war toll, überhaupt nicht langweilig. Ich wollte doch noch mal wissen ob ihr es auch mitbekommen habt, was es mit dem Geheimnis der Christnacht auf sich hat?" (Warten ob von den Kindern aus der Gemeinde eine Antwort kommt.)

Frederik:
" Meinen Freund Flori hat es ja am Anfang nicht so interessiert, aber so im Laufe des Spiels hat er ja eine Menge mitbekommen."

Frederik:
" Ja und wenn es dir solchen Spaß gemacht hat könnten wir ja im nächsten Jahr zusammen zum KiKiNa gehen."

Florian:
" OH, ja gerne, aber meinst du wirklich die nehmen auch Mäuse?"

 
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Propstei St. Walburga, Werl
 
 
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